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Das Herstellungsverfahren



Malt Whisky wird in einem mehrstufigen Verfahren gebrannt.

Wie für jede Form eines Lebensmittels, sind auch hier die Beimengungen entscheidend für die Qualität und den Geschmack den Endproduktes. Die Art des Getreides, seine Qualität, die Vorbereitung, Art und Konsistenz des Wassers und natürlich auch die Brennvorrichtung selbst, die Anzahl und Dauer der einzelnen Brennvorgänge bestimmen welcher Whisky hier mal entstehen wird.


Gemeinsam ist wohl allen die Pot Stills. Das sind die Brennblasen aus Kupfer, in denen der Wash (die gegorene Maische, erhitzt wird. Den Rest hat wohl jeder schon mal im Chemieunterricht gesehen. Der Alkohol aus der Wash verdampft, steigt auf und wird durch ein wassergekühltes Rohr abgeleitet. Dabei verflüssigt sich der verdampfte Alkohol wieder und kann in einem Behälter aufgefangen werden. Man praktiziert dieses Verfahren, bis der Wash komplett ausgekocht ist und muss es dann von vorn wiederholen, bzw. neuen Wash auffüllen.

Leider ist das sehr zeitaufwendig und wenn man bedenkt, das Scotch und Irish Malt heute noch so hergestellt werden, dann weiß man, warum diese Whiskey's so teuer sind.

1830 gelang es ein Verfahren zu entwickeln, dass einen kontinuierlichen Brennvorgang ermöglicht. Die dazu konzipierten Coffey- oder auch Patent Stills können ohne Unterbrechung brennen. Der Grain Whisky und die meisten irischen Whiskeys werden so hergestellt.

Whisky wird in gebrauchten Holzfässern gelagert. Niemals in neuen Fässern oder irgendwelchen anderen Gefäßen!!! Einzig bei der Herstellung von Borbon und Tennessee werden neue Eichenfässer verwendet, die allerdings vor der Benutzung ausgebrannt werden.

Durch die Aufnahme der Holzbestandteile wie Farbe, Geruch, Geschmack, erhält jeder Whisky eine eigene Note, sein unverfälschliches Aroma. Bevorzugt sind Fässer, in denen zuvor Sherry oder Rum gelagert war, weil die Reste in diesen Fässern sich mit dem jetzt eingefüllten Whisky verbinden und so ein fester Bestandteil des neuen Produktes werden.


 

-> Whisky oder Whiskey


Quellen für diese und die nachfolgenden Seiten:
Alfred Barnard: The Whisky Distilleries of the United Kingdom; Universitätsverlag Rasch 2000
Michael Jackson: Malt Whisky; Heyne 2000
Graham Moore: Malt Whisky; Edition Delius, 2000
Jim Murray: Blended Scotch Whisky, Heyne 1999
Jim Murray: Whisky and Whiskey, Lichtenberg 1997
Ian Wisniewski: Whisky , Eurobooks, 2000
Jenny Ridgwell: erfolgreiche Cocktails klassisch gemixt, MERIT, 1989
The Scotch Whisky Association Internetrecherche
Tom Schmidt: Whisky-Büchlein, Verlag für die Frau, leipzig 2001